Beerdigung

Haben Sie sich schon mit den Fragen von Sterben und Tod befasst?

Es ist nie zu früh dazu: egal, ob es um Sie selbst oder um Ihre Angehörigen geht. Jede Frage, die rechtzeitig geklärt ist, entlastet die Menschen, die im Todesfall zurückbleiben und plötzlich viele Dinge zu regeln haben.

Gerade auf dem Dorf gibt es viele Menschen, die ihr ganzes Leben hier (oft in ein und demselben Haus) verbracht haben. Wenn ein Mensch diesen Ort verlässt, dann ist es eine alte kirchliche Sitte, diesen Abschied mit einer kleinen Andacht zu begehen: die Aussegnung. Oft sind die Menschen vom Tod erschreckt und sie lassen aus Unsicherheit oder Unwissen ihre Angehörigen umgehend vom Bestatter abholen. Nehmen Sie sich die Zeit und rufen bei Ihrem Pfarrer an. Er ist gerne bereit, sich mit Ihnen zu verabreden, um Ihren Angehörigen würdig zu verabschieden.


Knigge für Friedhöfe

Manche Sitten und Gebräuche geraten in Vergessenheit; manchmal ist das auch nicht schlimm, aber manchmal ist das auch sehr schade.

Der Friedhof ist ein Hof, auf dem unsere Toten ihren Frieden finden sollen: ihre letzte Ruhestätte. Darum ist dieser Hof eingezäunt und mit Toren versehen, damit dieser Bereich sichtbar und spürbar abgeteilt ist vom Trubel unseres Alltags. Das Öffnen und Schließen der Tore erinnert uns daran, dass wir einen besonderen Ort betreten.

Der Friede dieses Hofes hat eine besonders hohe Bedeutung, wenn gerade ein Mensch von der Trauerhalle zu seiner letzten Ruhestätte gebracht wird. Darum vermeiden es viele Menschen, während einer Beerdigung ihre Familiengräber zu pflegen. Für die Menschen, die einen Sarg auf dem Weg zum Grab begleiten, ist das Schweigen die angemessene Form, auf diese dichte Begegnung mit der menschlichen Endlichkeit zu antworten.